Natura 2000-PEPL „Stromberg“ 

Auftragsdaten

Natura 2000-PEPL „Stromberg“

FFH-Nr. 7018-341;

SPA- Nr. 6919-401, 7018-401

Auftraggeber: Regierungspräsidium Stuttgart

Auftragnehmer: ArGe FABION, Bischoff & Partner, Faust

Bearbeitungszeitraum: 2005 – 2010

Der Stromberg ist mit rund 11790 ha das größte gemeldete FFH-Gebiet in Baden-Württemberg. Es erstreckt sich über zwei Regierungspräsidien (Stuttgart und Karlsruhe) und vier Landkreise und ist weitgehend deckungsgleich mit den beiden gemäß Vogelschutzrichtlinie gemeldeten SPA-Gebieten „Stromberg“ und „Weiher bei Maulbronn“.

Der aus einer öffentlichen Ausschreibung hervorgegangene Auftrag für die Bearbeitung der Freiflächen wurde an die „ArGe Planungsgruppe Stromberg“, bestehend aus den drei Büros FABION in Würzburg, Bischoff & Partner in Limburg und Faust, Landschaftsarchitekten in Karlstadt, übertragen.

Die Projektbearbeitung wurde in enger Abstimmung mit den beiden Regierungspräsidien, der Forstlichen Versuchsanstalt in Freiburg und dem beauftragten Expertengremium für den Waldanteil abgewickelt.

Der Stromberg stellt gemeinsam mit dem Heuchelberg den überwiegend bewaldeten Teil des Keuperberglandes inmitten der Gäugebiete des Neckarbeckens im Osten und des Kraichgau im Westen dar.

Die waldfreien Täler, Hänge und Hochebenen sind von einem weit verzweigten Fließgewässernetz geprägt, begleitet von zahlreichen Stillgewässern. Ein hoher Grünlandanteil, häufig in Verbindung mit Streuobstanbau kennzeichnet die Region ebenso wie Weinbau in wärmebegünstigten Hanglagen mit oberhalb angrenzenden Trockenstandorten.

Zu den natürlichen Lebensräumen nach Anhang I, FFH-Richtlinie, zählen neben den vorherrschenden Flachland-Mähwiesen v.a. Kalkmagerrasen einschließlich wärmeliebender Säume und Gebüsche, teils in orchideenreicher Ausbildung.

Ferner wurden oligo- bis mesotrophe Stillgewässer erfasst und bewertet, ebenso wie innerhalb von Trockenstandorten liegende Felsvegetation. Weitere Lebensräume sind im Wald liegende Kalktuffquellen, kalkreiche Niedermoore, eutrophe Stillgewässer mit Schwimmblattvegetation.

Neben der Erfassung und Bewertung der Lebensräume nach Anhang I, FFH-Richtlinie, wurden auch Arten nach Anhang II, FFH-Richtlinie erfasst und bewertet. Dazu zählen die Große Moosjungfer und die Flussmuschel. Für beide Arten existierten Nachweise aus dem Gebiet aus Sekundärquellen.